Tagungsprogramm

Netzspülungen

Eventhallen Trafo Baden
Donnerstag, 17. November 2022


08.30 | Eröffnung der Lippuner Fachtagung 2022 mit Leistungsshow und Ausstellung


09.20 - 09.30 | Begrüssung und Tagesmoderation

Jeannette Lippuner, Wasserrechtexpertin, Bad Ragaz


09.30 - 09.55 | Zustandsorientierte Spülung von Trinkwassernetzen

In Trinkwasserleitungen bilden sich u. a. durch den Eintrag von Eisen und Mangan sowie als Folge der Korrosion leicht mobilisierbare Ablagerungen. Bereits bei geringen Veränderungen der Fliessbe­dingungen im Netz können diese Ablagerungen mobilisiert werden. Hierdurch entsteht Braunwasser und in einzelnen Fällen können aus den Sedimenten auch mikrobiologische Auffälligkeiten resultieren. Um dies zu verhindern, sollten die Ablagerungen aus dem Leitungsnetz entfernt werden, bevor diese zu einer Beeinträchtigung der Wasserqualität führen. Dafür eignet sich die zustandsorientierte Spü­lung.

Olaf Donath, M. Sc. Dipl. -Ing. (FH), Technologiezentrum Wasser (TZW), Dresden


10.00 - 10.30 | Kontinuierliche Trübungsmessungen im Netz

In jedem Trinkwassernetz befinden sich Ablagerungen. Diese sind oftmals für Kundenbeschwerden verantwortlich und stellen ein wesentliches Risiko für Braunwasserereignisse dar. Hier kommen konti­nuierliche Trübungsmessungen zum Einsatz. Korrosionsprozesse sowie Prozesse der Ablagerungs­verlagerung in Trinkwassernetzen können systematisch und an­haltend erfasst und bewertet werden. Die dafür entwickelten Methoden werden erklärt und es wird aufgezeigt, wie die Ergebnisse als Grundlage für Rehabilitations- und Netzspülentscheidungen genutzt werden können.

Matthias Lohmann, Dipl. -Ing., Technologiezentrum Wasser (TZW), Dresden


10.40 - 11.10 | Pause, Diskussion, Leistungsshow und Ausstellung


11.20 - 11.50 | Wozu braucht es einen Spülplan?

Soll mehr als ein einzelner Leitungsstrang gespült werden, empfiehlt sich die Erarbeitung eines Spül-plans. Ohne detaillierte Planung besteht die Gefahr, dass Ablagerungen aus vorgelagerten oder unge­reinigten Abschnitten mobilisiert werden. Die angestrebte Reinigungswirkung der Spülung wird zur Verschmutzungsfalle. Dies gilt es zu verhindern. Dementsprechend sind als erstes die notwendigen Daten zu sammeln und zu interpretieren. Mit Hilfe eines Hydraulikprogrammes können schliesslich die notwendigen Parameter festgelegt werden. Der ganze Prozess findet seinen Abschluss in der erfolgreichen Umsetzung im Feld.

Thomas Zemp, Dipl. Kulturing. ETH, uli lippuner ag, Sargans


11.55 - 12.45 | Apéro in Ausstellung


12.45 - 13.45 | Mittagessen in Ausstellung


13.55 - 14.25 | Spülung als Kontaminationsfalle?

Ein Leitungsabschnitt wird ersetzt. Die Leitung wird vorschriftsgemäss einer Druckprobe unterzogen, gespült und Proben genommen. Obwohl die Leitung offiziell nie freigegeben wurde, passiert der Supergau. Verschiedene Netzproben weisen plötzlich viel zu hohe Werte von E. Coli auf. Es resultiert ein Abkochgebot für sechs Gemeinden. Was lief schief? Mit diesem Praxisfall wird eindrücklich aufgezeigt, welche Rolle Spülungen und Systeme zur Chlorung spielen können.

Dr. Peter Brodmann, Kantonschemiker Basellandschaft, Liestal


14.30 - 15.00| Trinkwasserhygiene beginnt beim Rohrleitungsbau

Bei Bau- und Reparaturarbeiten von Rohrleitungen gilt es Verunreinigungen zu verhindern. Dabei be­ginnen die zu treffenden Massnahmen nicht erst bei der Inbetriebnahme der Leitungen. Kann auf eine Spülung und Desinfektion vollständig verzichtet werden, wenn alles richtig läuft? Und was geschieht, wenn einfach alles misslingt? Mit prakti­schem Fachwissen werden verschiedene Vorgehensweisen erklärt und auf mögliche Hürden hingewiesen.

Martin Haas, Eidg. Dipl. Brunnenmeister, Leiter Wasserversorgung, Kriens


15.00 - 15.10 | Diskussion und Verabschiedung

Roberto Pianta, Dipl. Ing. ETH, Widen


15.10 - 16.00 | Rundgang Ausstellung und Apéro